locations für film- und fotoaufnahmen

 

Gerade in der aktuellen Entwicklungs- und Umgestaltungsphase zum KQL bietet das ehemalige Zechengelände interessante Locations für Film-, Fernseh- und Fotoaufnahmen. Dabei handelt es sich meist um nicht öffentlich zugängliche Bereiche, die derzeit noch auf Ihre Bestimmung warten.

 

Neben sehr ungewöhnlichen und atmosphärischen Räumen in den leerstehenden Gebäuden, die allesamt noch den rauen, ungeschönten Charme der Montanzeit aufweisen, bietet auch das Freigelände jede Menge Potential für ungewöhnliche Sets – von der „Mondlandschaft“ auf der kahlen, unbegrünten Bergehalde bis zu wild verwachsenen Flecken wie dem ehemaligen Schlammteich des Bergwerks Lohberg.

 

Seit Schließung der Zeche haben bereits eine ganze Reihe von Film- und Fernsehproduktionen das Lohberg-Gelände für Drehaufnahmen genutzt. Sie wurden bis zum Jahr 2014 von Standortmanagerin Svenja Noltemeyer aus dem Büro für Möglichkeitsräume begleitet.

 

Der Kinofilm Kleine Morde thematisiert den Wandel des Ruhrgebiets und ist in Lohberg, Duisburg, Oberhausen, Hünxe und Schermbeck gedreht. Regisseur Adnan G. Köse ist gebürtiger Dinslakener und kennt das Produzentenpaar Neslihan und Eyyüphan Duy von SteelWorX Film Production bereits seit der Grundschulzeit, die sie gemeinsam in Lohberg verbrachten. 18 Jahre lang hatte das Skript für den Film in der Schublade geschlummert, ehe die ein wenig düsterere Geschichte um Sterben, Verlust, Angst, aber letztlich auch Hoffnung verfilmt werden konnte. Als Darsteller konnten unter anderen Uwe und Jimi Blue Ochsenknecht sowie Günther Kaufmann gewonnen werden. Das Filmteam hatte sich drei Monate lang im ehemaligen Gesundheitshaus der Zeche Lohberg einquartiert und von dort aus die Drehs organisiert. Drehorte waren die Steigerstube und die ehemalige Zentralwerkstatt der Zeche Lohberg. Der Kinostart von „Kleine Morde“ war am 20. September 2012. Auch das Musikvideo zur Titelmusik des Kinofilms Fireless von The Black Sheep wurde z.T. auf dem ehemaligen Zechengelände gedreht.

 

In den Sommermonaten 2011 nutzte ein Team der Internationalen Filmschule Köln die unwirtliche Atmosphäre der Lohberger Bergehalde für Dreharbeiten im Rahmen einer Abschlussfilmarbeit mit dem Titel Having Krebs.

Teil 3 einer 5-teiligen Doku-Serie der Gebrueder Beetz Filmproduktion in Zusammenarbeit mit dem ZDF/Arte entstand ebenfalls auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Lohberg. Die Reihe mit dem Titel Moderne Ruinen beleuchtet am Beispiel beeindruckender Ruinenlandschaften die großen Themen des 20. und 21. Jahrhunderts, darunter auch den Umgang mit Ressourcen und Energie. In Folge 3 entstand der Film „Lohberg – Neues Leben auf der Zeche“. Regisseur Kai Christiansen zeigt eine Ruine mitten in Deutschland, die gerade zu neuem Leben erwacht: Künstler, die dem Gelände neues Leben einhauchen, während eine langfristige Nutzung für das Gesamtareal entwickelt wird, um den Menschen nachhaltige Perspektiven zu geben.

 

Auch Bands nutzten 2013 die Zeche um Musikvideos zu drehen: Für die Dinslakener Band Tombstone diente die ehemalige Zentralwerkstatt als atmosphärische Kulisse für das Stück Binary Snowglobe. Ein perfekter Hintergrund für den Songtext in dem es um die Abhängigkeit des Menschen von der Technologie und der Tatsache, dass moderne Technik dem Menschen Entscheidungen abnimmt. Die Newcomer-Band Never Grown Up aus dem Genre Melodic Hardcore drehten unter Schacht 1 ihr Video zum Song We are still Kids und waren vom "industrial-look" des ehemaligen Zechengeländes begeistert.

 

Das ehemalige Zechengelände buchen auch Kreative Unternehmen für ihre Imagevideos und Fotoaufnahmen, wie zum Beispiel die Firma FREDsBRUDER, die das Zusammenspiel von feinen Stoffen in morbiden Räumen inspiriert oder die Feuerkünstler Evil Flames, die für ihre exposiven Shows hier perfekte Räumlichkeiten gefunden haben. Auch das ansässige Fotostudio Sonderschicht fasziniert das vielseitige Zechengelände, das sich für besondere Fotoshootings eignet.

 

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